Am 04.07.-06.07.08 feiert das Dorf 750 Jahre Dittersdorf.

Marie und Marie beim großen Festumzug dabei

Dittersdorf (rw). Ganz Dittersdorf ist gut gelaunt und auf den Beinen, die Straßen sind festlich geschmückt, die Sonne lacht - was will man mehr. Ein Fest, wie das am Wochenende, erlebte Dittersdorf zuletzt vor 50 Jahren, als ein Heimatfest gefeiert wurde. Genau 50 Jahre später gab es jetzt die Neuauflage. Hinzu kam das 100-Jährige Jubiläum der Schule in Dittersdorf. Die Organisatoren der 300-Seelen-Gemeinde haben keine Mühen gescheut, dieses Fest zu einem Erlebnis für Groß und Klein werden zu lassen. Höhepunkt des dreitägigen bunten Treibens war der große Festumzug am Sonntagnachmittag - angeführt von einer stolzen Reiterstaffel. Eine Gruppe Mönche nahm die Besucher mit ins Jahr 1238. Zu dieser Zeit ging Dittersdorf in den Besitz des Klosters Grünhain über. Im Zug dabei waren auch einige Rittersleut. Was die um 1200 in der Region angestellt haben, ist allerdings nicht genau überliefert. Selbst Karl Stülpner und seine Frau kamen nach Dittersdorf. Gut 200 Jahre ist es her, als Stülpner mit seiner Flinte den Wald im Erzgebirge unsicher machte. Auf der Kutsche von Bürgermeister Gotthard Troll hatte auch die älteste Bürgerin von Dittersdorf Platz genommen - Marie Löbs ist 88 Jahre alt. Mit Tochter Marie Seidel an ihrer Seite genoss sie den Festumzug. „Das ist herrlich. Wir sind an der Seite von Bürgermeister Troll von allen begrüßt worden“, freute sich Löbs. Auch Troll schwärmte von diesem Heimatfest: „Es ist super, wie liebevoll alles geschmückt ist und was Dittersdorf auf die Beine gestellt hat. Das kann man mit Worten fast nicht beschreiben.“ Der Umzug zeigte eine Menge Geschichte, aber auch Unternehmen der Neuzeit waren präsent.

Quelle: blick.de

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