Wir sind nicht mehr, was wir mal waren
Laßt's uns mal ruhig offenbaren;
wir sind nicht mehr, was wir mal waren!
Es sei ganz ehrlich hier gesagt:
der Zahn der Zeit, er hat genagt!
Man merkt´s beim Gehen und beim Sitzen,
strengt man sich an, kommt man ins Schwitzen,
beim Laufen wird die Luft schon knapp,
bergauf geht's schwer, leicht nur bergab.
merkt's wenn wir die Treppen steigen,
wir mögen es nur keinem zeigen,
doch oben wird uns voll bewußt,
schwach sind wir etwas auf der Brust.
Drum sind wir uns auch längst im Klaren:
wir sind nicht mehr, was wir mal waren.
Die schönsten Jahre sind vorbei,
wir brauchen unsere Arznei,
der eine hat so'n Herzeklopfen,
benötigt täglich seine Tropfen,
der andere darf um Gotteswillen,
niemals vergessen Seine Pillen,
er kann sonst nämlich nicht aufs Klo?
und fühlt sich dann nicht frei und froh.
Den einen es im Magen drückt,
den anderen hier und dort es zwickt.
Wir können uns davor nur retten,
verschreibt der Arzt genug Tabletten.
Am eigenem Leib muß man erfahren:
wir sind nicht mehr, was wir mal waren.
Auch Nüsseknacken geht nicht mehr,
das fällt den dritten Zähnen schwer,
und Lesen ohne seine Brillen,
geht' auch nicht mehr, beim besten Willen.
Und wenn man in den Spiegel schaut,
dann stellt man fest, man ist ergraut,
wo früher Locken war'n und Wellen,
da zeigen sich heute lichte Stellen,
Das Auge hat an Glanz verloren,
man hat viel Fältchen, große Poren,
Man möchte aus der Haut' oft fahren,
wir sind nicht mehr, was wir mal waren.
Dann hat man auch noch außerdem
mit der Figur so ein Problem.
Das liegt am Essen und am Trinken,
weil zu viel Gaumenfreuden winken.
Hat sich erst festgesetzt der Speck,
was man auch tut, der geht nicht weg.
Es ist nicht mehr wie einst im Mai,
die Damen/Herren gehen an uns vorbei.
Es will uns niemand mehr vernaschen,
man faßt uns höchstens in die Taschen.
Jetzt heißt es für das Alter sparen:
wir sind nicht mehr, was wir mal waren.
Ich könnt' noch viele Dinge nennen,
die wir nicht mehr wie früher können.
Doch wiederum wird uns auch klar,
daß früher gar nichts besser war.
Für vieles, was wir heut' erleben,
braucht man ein bestimmtes Alter eben.
Wer's Herz hat auf dem rechten Fleck,
sich nicht' erregt bei jedem Dreck,
wer's eben nimmt, so wie es ist,
und nicht gleich heult bei jedem Mist,
wer dankbar ist, daß er gesund,
sich dessen freut' zu jeder Stund.
Spaß hat auch an kleinen Dingen,
wer sich nicht muß zum Lachen zwingen,
dem macht's nichts aus zu Offenbaren,
wir sind nicht mehr, was wir mal waren!
(Autor unbekannt)
Der Lack ist ab
Motto: Wir werden nicht jünger...liebe Sybille!
Es klappt nicht mehr alles was früher gefluppt.
Sei es das Trinken, das Lachen, das Kegel,
se es das Singen, das Tanzen das Vö.. Segeln.
Man kann’s nicht umgehen mit Papperlapapp.
Wir werden nicht jünger, der Lack ist ab!
Wir sind zwar im Herzen noch immer die Alten,
doch äußerlich legt sich so manches in Falten.
Die Füße der Krähen im holden Gesicht
Auch Bauch und Popöchen verschonen sie nicht.
Die Brust wird noch länger, aus Lippe wird Lapp,
Wir werde nicht jünger, der Lack ist ab!
Wir kämpfen den Kampf mit den Wellen der Hitze,
der Kampf gegen Pfunde mit Pillen und Spritze!
Die eine pitscht langsam, die andere flott,
zum kacken kommt manche z spät auf den Pott,
der Schließmuskel streikt, wie die Haut dort zu knapp,
Wir werden nicht jünger, der Lack ist ab!
Und geht mal ein Furz in die Hose als schiss,
dann lacht man verlegen und zeigt sein Gebiss,
das auch nicht mehr so wie vor Jahren erstrahlt,
man hat für Ersatz schon so manch Euro gezahlt.
Sitzt das Dritte gar schlecht, ja da macht es klipp-klapp,
Wir werden nicht jünger, der Lack ist ab!
Das Pfläumchen das wurde `e deftige „Prumm“
Wo früher ein Däumchen, passt heute ein „Wumm“
Die Haare entschwinden, und plötzlich oh Schreck
Da sieht man im Spiegel, dat Ding is´ kätsch näck.
Was Schmuckdöschen war, ist schließlich en Mapp,
Wir werden nicht jünger, der Lack ist ab!
Doch nur nicht verzagen mit Falten am Bauch,
denn unsere Männe die altern ja auch!
Das Säckchen wird länger, der Pippiman klein,
er knickt manchmal um und will nicht mehr rein.
Es weichen am Kopf insbesondere die Haare,
vorbei sind die blonden und lockigen Jahre.
Was einst so stramm war, wird traurig und schlapp,
Wir werden nicht jünger, der Lack ist ab!
Es ist nun mal so um die Menschheit bestellt:
Sie geht- wie sie kam – wieder fort aus der Welt.
Drum bleiben wir heiter und sagen nun Prost
Drum trinken wir weiter – ein Rauch der bringt Trost!
(Autor unbekannt)
Das Alter
Es ist seltsam mit dem Alter.
Wenn man 13 und noch Kind,
weiß man glasklar, daß das Alter
so um 20 rum beginnt!
Ist man selber 20,
denkt man nicht mehr ganz so steif,
glaubt man jedoch, so um 30
sei man für den Sperrmüll reif!
Dreißiger schon etwas weiser
und vom Lebenskampf geprägt
haben den Beginn des Alters
auf Punkt 40 festgelegt.
Vierziger mit Hang zum Grübeln
sagen - dumpf wie ein Fagott -
50 sei die Altersgrenze
und von da an sei man Schrott!
Doch die 50iger, die Klugen,
denken überhaupt nicht dran,
und möchten nur so weiter leben,
als sei die Hälfte nur erst rum.
Sind dann die 60 angebrochen,
von da an manches noch geschieht,
wirst Du von neuem überlegen,
was Dir das Leben dann noch gibt.
70 Jahre sind vollbracht,
selten hast Du schlapp gemacht,
die Knochen werden langsam spröde,
nicht so Dein Geist, der ist noch rege.
Sechziger, oh was ein Wunder,
sind jedoch noch voll mobil,
mit 70 wird das Jahr dann kommen,
da sind wir dann total senil.
Die 80 sind jetzt angebrochen,
schau nur nach vorn, tu weiter hoffen,
leb Jahr für Jahr geduldig weiter,
steig weiter auf die Lebensleiter.
Doch die/er (Name), die Jungen
denken überhaupt nicht dran.
Jung sind alle, die noch lachen,
leben, lieben, weitermachen
Alter fängt mit 100 an!
(Autor unbekannt)
Das Alter
Ewig fliegt man nicht als Falter,
eines Tages kommt das Alter.
Aus dem Falter wird die Falte,
aus dem Schnucki wird die Alte.
Aus dem Jüngling wird der Greis,
ewig ist nur der Verschleiß.
Gestern noch mit flotten Flügeln,
heute sind die Runzeln da.
Da hilft kein kosmetisch bügeln,
da hilft keine AOK.
Wer mit flinkem Fuß gewippt hat,
schlurft nun - mit knarrendem Gelenk.
Und Du merkst auf einmal deutlich:
Man ist älter als man denkt.
Auf des Lebens grüner Wiese
ist das duftige Gras gemäht,
abseits jeder Jugendkriese
lebt man funkstill und Diät.
Soll man flennen nun und jammern,
weil man nunmehr ausgeschirrt,
soll man sich an früher klammern,
weil man täglich klammer wird?
Ist in dieser engen Runde
auch die Welt nicht mehr so bunt,
Freundchen auch die Abendstunde
hat noch manchmal Gold im Mund
Sei vorm Alter nicht so feige,
ändre einfach dein Programm.
Spielt man nicht mehr erste Geige,
bläst man eben auf dem Kamm.
Ewig fliegt man nicht als Falter,
eines Tages kommt das Alter.
(Autor unbekannt)
Liebe ------
Endlich ist für dich der Tag gekommen, an dem dir der Beitritt zum Verein "Alter Besen" genehmigt wird. "Alter Besen"
zu sein, heißt aber nicht, die Hände in den Schoß zu legen.
Wir freuen uns, dich heute mit diesem Ehrentitel auszeichnen zu dürfen und haben dich für würdig gefunden, anstelle
des Bundesverdienstkreuzes ab heute am Kragen deiner Bluse einen kleinen Besen zu tragen. So magst du erkennen,
dass wir dich als Persönlichkeit, wie du es nun einmal bist, gebührend zu ehren wissen.
Mit sofortiger Wirkung sei es dir gestattet, deinen Namenszug mit dem Titel "Alter Besen" zu ergänzen.
Der Empfänger deines Schreibens ist dann verpflichtet, sich von seinem Platz zu erheben und deiner in Ehrfurcht zu gedenken. Als Matriarch deiner Familie ist es dir nicht mehr gestattet, in Haus,
Küche, Keller oder Hof Frondienste irgendeiner Art auszuführen. Es wird vielmehr deiner Familie auferlegt, beim Tragen des Ehrenzeichens dafür
zu sorgen, dass dir unaufgefordert Pantoffel, Bier oder Wein, und beim Verlassen der Wohnung Geldmittel
in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen. Lege stets ein fast gutes Verhalten an den Tag, damit wir dir
einst bedenkenlos den Titel "Uralter Besen" verleihen können.
(Autor unbekannt)
Zum 60. Geburtstag von .....
Oh, ....., wir gratulieren Dir
Zum 60. Geburtstag für und für.
Wir wünschen Gesundheit Dir, ein langes Leben.
Für Dich soll´n ´s nur glückliche Jahre geben.
Deine Familie soll Dir täglich ein Loblied singen
und Freunde und Verwandte Dir Ehrerbietung bringen.
Daran wollen auch wir uns halten
und legen unsere Stirn in ehrfurchtsvolle Dackelfalten.
Ja, mit Lob und Anerkennung wollen wir Dich ehren -
doch kann einem das den ganzen Spaß verwehren!
Denn wir hatten uns so was tolles ausgedacht,
und auch in dieser Tasche alles Notwendige mitgebracht.
Doch wenn wir Dich so hochachtungsvoll anschaun,
wissen wir, wir dürfen uns das nicht traun.
Für uns muss es bei dem Lobgesang für Dich bleiben.
Alle Nicklichkeiten haben wir zu vertreiben.
Du siehst, wir haben Deine Seniorenwürde voll erfasst.
Doch Du sollst sehn, was Du verpasst.
.......ohne Jacke und Krawatte auf einen Stuhl mitten im Saal geleiten
Ich ziehe einen Kittel an
Ich weiß nicht, ob ihr alle wisst:
..... der Jüngste der zwei Brüder ist.
Rico, die beiden Knaben
wollten so gerne ein Schwesterchen haben.
Doch ....., der war so gemein,
wollte partout kein Mädchen sein.
Der Name die Stimmung offenbart:
Es ist ein ER und das ist HART: .....
60 Jahre war ..... ein männlicher Mann,
mit allem drum und allem dran.
Hat geheiratet, Söhne (Kinder) gezeugt und manchen Bock geschossen.
Damit ist nun Schluss, die Familienplanung ist abgeschlossen.
Im Zeitalter der Geschlechtsumwandlung und Genmanipulation,
machen wir hier und heute endlich 'ne Tochter aus dem Sohn.
..... bekommt einen Frisierumhang umgelegt und die Augen stark geschminkt.
Was macht das Gesicht eines Mädchens aus?
Was strahlt wie große Fenster aus einem Haus?
Die Augen sind's, so klar und schön,
Einzigartig verführerisch, wie zwei Bergseen.
Alle:
Seht doch bitte alle her, ist das schon SIE oder ist das noch ER.
..... wird Rouge aufgelegt
Und nun die Wangen pfirsichzart,
mit schamhaftem Erröten nach Gretchens Art:
„Bin nicht Fräulein, bin nicht schön,
kann ohne Geleit nach Hause gehen ....."
Alle:
Seht doch bitte alle her, ist das schon SIE oder ist das noch ER.
Der Mund wird üppig geschminkt
Der holde Mund, er ist der schönste von allen!
Oh ja, wie wird der den Männern gefallen.
Wie zwei Rosenblütenblätter auf Elfenbeingrund,
so wunderbar zart schimmert dieser Mädchenmund.
Alle:
Seht doch bitte alle her, ist das schon SIE oder ist das noch ER.
Eine Perücke wird .....aufgesetzt
Frisierumhang abgenommen
Vorsichtig und mit viel Bedacht,
wird nun das Haar aufs Haupt gebracht.
Oh, Mädchen, mein Mädchen, wie lieb ich Dich!
Wie leuchtet Dein Auge, sag liebst Du auch mich?
Alle:
Seht doch bitte alle her, ist das schon SIE oder ist das noch ER.
Ein attraktiver BH mit Füllung wird .... umgebunden
Ach herrje, wir brauchten zur Umwandlung zu viel Zeit
aus dem Mädchen wurde inzwischen ein pralles Weib!
Der Busen, ein reiner Freudenborn,
für jeden, der sie sieht von vorn.
Alle:
Seht doch bitte alle her, ist das schon SIE oder ist das noch ER.
Ein auffälliger Schlüpfer mit eingenähten Po-Backen
Doch dreht sich um die holde Maid,
hat auch ein jeder seine Freud.
Die Vorder- wie die Hinterseite
wird dem Betrachter zur Augenweide.
Alle:
Seht doch bitte alle her, ist das schon SIE oder ist das noch ER.
Mit einem Massband nachmessen
Eine Erscheinung so wunderbar
wie die Gina Lollobrigdiga.
Die Maße dieser schönen Frau
Sind 90 - 60 - 90 ganz genau!
Oh, Mädchen, mein Mädchen, wie lieb ich Dich . . .
Alle:
Seht doch bitte alle her, ist das schon SIE oder ist das noch ER.
Jetzt wird ein Kleid angezogen
Namenschildchen "Almuth" anstecken
Die Umwandlung ist uns voll geglückt!
Wir schaun Dich an und sind entzückt.
Du nahmst wirklich allen Mut zusammen,
drum trage ….... jetzt als Namen.
Zum Schluss prüfe noch jeder Mann,
ob dieses Mädchen auch küssen kann.
Doch dabei, ihr Männer, seht ganz genau her:
Alle:
Ist das 'ne SIE oder ist das ein ER?
(Autor unbekannt)
